Trotz guter Konditionen: erheblicher Personalmangel im Öffentlichen Dienst

Bereits am Jahresanfang wurde im Zuge einer Aufstellung des DBB Beamtenbunds und Tarifunion klar: Deutschland fehlt es an Staatsdienern. Mehr als 185.000 Stellen sind unbesetzt, die größten Defizite gibt es in den Schulen und im Erziehungssektor – gerade dort, wo es aufgrund von Migration und Inklusion auf jeden Mitarbeiter ankommt.

130.000 unbesetzte Stellen im Erziehungsdienst

Konkret fehlen allein im Erziehungsdienst 130.000 Mitarbeiter. Diese Missstände stellen die entsprechenden Ämter und Institutionen vor echte Probleme. Nicht nur Kinder und Jugendliche benötigen eine gute Schulbildung, die den immer höher werdenden Ansprüchen der Arbeitgeber gerecht wird, sondern auch die in den letzten Jahren nach Deutschland gekommenen Geflüchteten brauchen Sprach- und Integrationskurse. Zusätzlich hat die UN-Behindertenrechtskonvention bereits 2008 „Inklusion“ als Menschenrecht für Menschen mit Behinderungen erklärt. Das bedeutet, dass alle Menschen selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen sollen. In Deutschland ist Inklusion vor allem in den Schulen ein Thema: Personen mit geistigen oder körperlichen Behinderungen sollen gemeinsam mit Schülern lernen, die keine Einschränkungen dieser Art haben. Diese Maßnahmen fordern allerdings häufig zusätzliches Personal – die sogenannten Inklusionshelfer, die behinderte Menschen durch den Schulalltag begleiten. Auch dort macht sich der Beamtenmangel also aktuell und zukünftig bemerkbar.

Justizvollzugsdienst – ein langweiliger Job ohne Perspektiven?

Ein weiterer Bereich des Öffentlichen Dienstes, der händeringend nach Personal sucht, ist der Justizvollzugsdienst. Das liegt nicht zuletzt am öffentlichen Image des Justizvollzugsbeamten: Aggressive Insassen, unbequeme Arbeitszeiten und geringe Aufstiegschancen sind die vorherrschenden Assoziationen mit dem Job als Gefängniswärter. Dabei wird von den Anwärtern – so heißen diejenigen, die zum Vollzugsbeamten ausgebildet werden – viel mehr als ein strenges Auftreten verlangt. Eine Fähigkeit, die einem Justizvollzugsbeamten nämlich keinesfalls fehlen sollte, ist Sensibilität: Von den Beamten wird erwartet, dass sie die Insassen durchschauen und bemerken, wenn sie durch persönliche Krisen gehen oder Angst vor der Entlassung entwickeln. Es geht bei diesem Beruf also keinesfalls nur darum, Türen auf- und wieder zuzuschließen.

Der Öffentliche Dienst: Solide Gehälter, Planungssicherheit und Altersvorsorge

In vielen Sektoren des Öffentlichen Dienstes herrscht also Personalmangel. Häufig hängt das mit den negativen und veralteten Vorstellungen der Öffentlichkeit zusammen - Jobs im Beamtenwesen gelten oft als langweilig und anspruchslos. Ein weiterer Faktor, der ebenfalls zu Mitarbeiterdefiziten führt, ist ein Faktor, der auch ganz andere Branchen betrifft: Da die sich die deutsche Konjunktur noch immer im Aufschwung befindet, lässt sich in der freien Wirtschaft häufig genauso oder sogar mehr Geld verdienen als im Öffentlichen Dienst. Während also die soliden Gehälter der Beamten vor einigen Jahren noch für viele Menschen ein Anreiz dazu waren, im Öffentlichen Dienst Fuß zu fassen, gehören die tariflichen Löhne mittlerweile auch in anderen Berufsfeldern zum Standard.

Doch wer aufgrund dieser wirtschaftlichen Entwicklung den Gedanken an eine Karriere als Beamter oder Angestellter der Öffentlichen Dienstes bereits verwirft, macht einen Fehler. Auch wenn die überdurchschnittlichen Gehälter kein Alleinstellungsmerkmal des Beamtensektors mehr sind, bringt eine Beamtenlaufbahn dennoch viele weitere Vorteile mit sich. Darunter fällt beispielsweise die Versorgungszusage, die man als Staatsdiener von seinem Dienstherrn erhält. Diese Pension liegt deutlich über dem gewöhnlichen Rentenniveau und ermöglicht eine maximale Planungssicherheit bis in hohe Alter. Außerdem sind Beamte unkündbar und müssen damit weder Wirtschaftskrisen noch die Automatisierung fürchten.

Das Beamtendarlehen als zusätzlicher Vorteil des Beamtendaseins

Ein zusätzlicher Vorzug, den das Beamtendasein mit sich bringt, ist die Möglichkeit der Inanspruchnahme eines Beamtendarlehens. Dieser Kredit kann nur von Beamten und Angestellten des Öffentlichen Dienstes aufgenommen werden und besticht mit extrem guten Konditionen wie langen Laufzeiten von bis zu 12 Jahren und sehr niedrigen Zinssätzen. Diese Konditionen werden von den Kreditinstituten mit der hohen Bonität der Zielgruppe begründet: Wie bereits beschrieben beziehen Beamte und Angestellte des Öffentlichen Dienstes nicht nur solide Gehälter, sondern sind auch im Alter und in Krankheitsfällen besonders gut abgesichert. Damit stellen sie ein enorm geringes Risiko für die Kreditgeber dar.

Das Beamtendarlehen: Ein Fallbeispiel

Doch wie genau funktioniert das Beamtendarlehen eigentlich? Grundsätzlich ist das Beamtendarlehen genauso aufgebaut wie jeder andere Kredit. Der Kreditnehmer vereinbart mit dem Kreditinstitut die genauen Konditionen des Darlehens wie natürlich die Kreditsumme, den Zinssatz und die Laufzeit des Darlehens. Daraus ergibt sich dann der monatliche Betrag, den der Kreditnehmer dem Kreditnehmer zurückzahlen muss. Ein Fallbeispiel kann die Rechnung mit realen Zahlen verdeutlichen. Bei einer Kreditsumme von 30.000 Euro mit einer Laufzeit von 12 Jahren beträgt der gebundene Sollzinssatz 4,19 % p.a. und der effektive Jahreszins 4,75 % p.a. Zu zahlen wären unter diesen Bedingungen 144 monatliche Raten zu je 311,41 €. Der Gesamtbetrag beläuft sich damit auf 44.843,04 €.

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