Kredite und Darlehen – wofür leihen sich die Deutschen am meisten Geld?

Darlehen und Kredite liegen in Deutschland absolut im Trend – wenn das Geld für eine besondere Anschaffung nicht ausreicht oder die Ausgaben das monatliche Einkommen überstrapazieren würden, ist es in der Regel kein Problem, auch als Privatperson eine entsprechende Summe bei größeren Institutionen zu leihen. Diese Entwicklung lässt sich mithilfe konkreter Zahlen beweisen: Laut dem Statistik-Portal statista wurden im Jahr 2016 fast 7,7 Millionen Kreditverträge abgeschlossen. Zehn Jahre zuvor waren es noch eine Millionen Kredite weniger. Die Verwendungszwecke für die geliehenen Geldsummen unterscheiden sich von Kreditnehmer zu Kreditnehmer.

Wann ist es sinnvoll, einen Kredit aufzunehmen?

Die meisten Haushalte nehmen einen Kredit oder ein Darlehen auf, um angespannte Finanzsituationen überbrücken und langfristige Investitionen tätigen zu können. Vor allem für Personen, die regelmäßig ihr Girokonto überziehen und somit ständig ihr Dispo in Anspruch nehmen, kann ein Ratenkredit sehr sinnvoll sein, da dieser mit viel geringeren Zinsen aufwartet.
Die meisten Kredite werden von Menschen mittleren Alters aufgenommen: Von den Deutschen, die zwischen 30 und 50 Jahre alt sind, haben circa 20% einen Ratenkredit abgeschlossen.
Eine besonders starke Entwicklung findet bei den 19- bis 20-Jährigen statt - während gerade einmal 2,7% der 18- bis 19-Jährigen einen Kredit erhalten, sind im Alter von 20 bis 24 bereits 11,3% der jungen Erwachsenen Kreditnehmer. Das liegt vor allen Dingen daran, dass die meisten Personen in diesem Alter ein Studium beginnen oder bei den Eltern ausziehen und deshalb trotz meist noch niedriger Nebenjob- bzw. Ausbildungsgehalte mit höheren Ausgaben konfrontiert werden. Darunter fallen zum Beispiel Mieten und Studiengebühren.

Neuer Fernseher, neues Auto, neue Küche: dafür werden die Deutschen zu Kreditnehmern

Aber wofür wird das Geld, das sich bei Banken oder anderen Institutionen geliehen wird, eigentlich sonst noch ausgegeben? Das liebste Kind der Deutschen ist und bleibt noch immer das Auto: 2016 wurde knapp ein Drittel des vergebenen Kreditvolumens in Gebrauchtwagen investiert, für ein weiteres Viertel wurden Neuwagen gekauft. Die nachfolgenden Plätze des Rankings der mithilfe eines Kredits finanzierten materialistischen Anschaffungen belegen Einrichtungsgegenstände, Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte.

Und es gibt noch einen weiteren Aspekt, der viele Menschen zur Aufnahme eines Darlehens oder eines Kredits bewegt: die Umverschuldung. 16% der verliehenen Kreditsummen werden für die Ablösung eines bestehenden Ratenkredits oder den Dispoausgleich verwendet. Dank eines niedrigen Leitzinses sind die Konditionen für einen Kredit aktuell sehr viel besser als noch vor einigen Jahren. Vor allem beim Dispokredit werden, wie bereits eingangs erwähnt, sehr hohe Zinsen verlangt. Deshalb macht eine Umverschuldung in vielen Fällen durchaus Sinn.

Um einen Kredit erhalten zu können, müssen allerdings im Regelfall auch einige Voraussetzungen erfüllt werden. Häufig fordern die Kreditinstitute Einkommensnachweise ein, die ihnen ein ausreichendes Einkommen bestätigen. Diese Nachweise geben den Instituten ein gewisses Maß an Sicherheit darüber, dass die mutmaßlichen Kreditnehmer in der Lage dazu sind, die vereinbarte Kreditsumme innerhalb einer bestimmten Laufzeit zurückzuzahlen. Außerdem werden die Schufa-Einträge geprüft, um die Kreditwürdigkeit der Person einschätzen zu können.

Das Beamtendarlehen punktet mit langen Laufzeiten und niedrigen Zinsen

Da Beamte und Angestellte des Öffentlichen Dienstes dank solider Gehälter und unbefristeter Arbeitsverträge eine sehr hohe Bonität vorweisen können, gelten für sie die eben angeführten Bedingungen zur Bereitstellung eines Kredits nicht. Den sogenannten „Staatsdienern“ wird stattdessen ein spezielles Darlehen zur Verfügung gestellt: Das Beamtendarlehen. Dieses Darlehen besticht durch lange Laufzeiten von bis zu 20 Jahren sowie sehr niedrige Zinsen und ist an eine Renten- oder Kapitalversicherung gekoppelt. Die genaue Summe des Darlehens hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie beispielsweise dem Eintrittsalter oder Gesundheitszustand der Kreditnehmer. Die Darlehenssumme steht den Beamten komplett dann zur freien Verfügung: Sie müssen bei einer Aufnahme eines Beamtendarlehens nicht im Vorhinein angeben, wofür sie das geliehene Geld ausgeben möchten. Damit ist das Beamtendarlehen im Vergleich mit „normalen Ratenkrediten“ viel flexibler und verschafft den Kreditnehmern einen größeren Spielraum bezüglich ihrer Anschaffungen. 

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